Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Diabetes mellitus, die Zuckerkrankheit, ist eine der häufigsten Stoffwechselstörungen überhaupt. Im Mittelpunkt steht das Hormon Insulin, das den Blutzucker reguliert. Dieses Quiz fragt nach den Unterschieden zwischen Typ 1 und Typ 2, nach Symptomen, Diagnosewerten und Folgeerkrankungen, aber auch nach der Forschungsgeschichte von den Inselzellen bis zum gentechnisch hergestellten Humaninsulin. Die Fragen reichen von leichtem Alltagswissen bis zu Details für Fachleute.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Welches Organ erzeugt in seinen β-Zellen das Hormon Insulin?
Bauchspeicheldrüse
Als Botenstoff bewirkt Insulin den Transport von Glukose ins Zellinnere, wo sie anschließend zur Energiegewinnung verbraucht wird.
Q 02Welchen Beinamen trug der Typ-2-Diabetes noch in den 1990er Jahren?
Altersdiabetes
Der Name gilt als nicht mehr angebracht, weil die Krankheit bei immer mehr jüngeren Menschen diagnostiziert wird.
Q 03Wie lautet der Fachbegriff für eine chronische Überzuckerung des Blutes?
Hyperglykämie
Zu den möglichen Kennzeichen gehören Glucosurie, Azidose und Ketose. Ursache ist ein absoluter oder relativer Mangel an Insulin.
Q 04Zu welcher Art von Krankheiten zählt der Typ-1-Diabetes?
Autoimmunerkrankung
Das körpereigene Immunsystem zerstört die insulinproduzierenden β-Zellen im Rahmen einer Entzündungsreaktion, die als Insulitis bezeichnet wird.
Q 05Was bedeutet das lateinische Wort „insula“, von dem der Name Insulin stammt?
Insel
Gemeint sind die Zellgruppen im Pankreas, in denen das Hormon gebildet wird. Es ist für alle Wirbeltiere lebenswichtig.
Q 06Welches Lebensmittel hilft bei Unterzuckerung nicht, weil sein Zucker in Fett gehüllt ist?
Schokolade
Gebraucht werden schnell resorbierbare Kohlenhydrate, etwa 200 ml Fruchtsaft. Auch Vollkornbrot wirkt dafür zu langsam.
Q 07Als was werden Torkeln und Sprechstörungen bei einer Unterzuckerung oft fehlgedeutet?
Alkoholisierung
Durch solche Missverständnisse können lebensnotwendige Hilfsmaßnahmen unterbleiben. Auch Benommenheit und Aggressivität gehören zu den Anzeichen.
Q 08Wie stellte der Arzt Thomas Willis um 1674 die Zuckerkrankheit fest?
Geschmacksprobe des Urins
So gingen schon Ärzte der Antike in Indien, Alexandria und Rom vor: Bei deutlich erhöhtem Blutzucker ist der Harn süßlich. Willis deutete das Leiden als Blutkrankheit.
Q 09Welcher biografische Film über John Nash zeigt eine Insulinschocktherapie?
„A Beautiful Mind“
Mit Insulinschocks wurden früher Menschen mit psychischen Krankheiten behandelt. Das Verfahren wird nicht mehr praktiziert.
Q 10Wer entdeckte 1869 die Inselzellen im Gewebe des Pankreas?
Paul Langerhans
Dass diese Zellen hormonproduzierendes Gewebe sein könnten, wurde erst vermutet, nachdem 1889 die Entfernung des Organs im Tierversuch einen Diabetes ausgelöst hatte.
Q 11Welche ist die häufigste und älteste Verabreichungsart von Insulin?
Subkutane Injektion
Geschluckt ist Insulin unwirksam, weil die Eiweißketten im Magen-Darm-Trakt von körpereigenen Enzymen abgebaut werden, bevor sie wirken können.
Q 12Wie heißt die gefährliche Übersäuerung des Blutes bei drastischem Insulinmangel?
Ketoazidose
Fehlt Insulin, werden die Energiereserven des Fettgewebes mobilisiert. Dabei steigen drei Ketonkörper im Blut an, von denen zwei schwache Säuren sind.
Q 13Seit welchem Jahr ist das Hormon Insulin bekannt?
1921
Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es Körperzellen dazu anregt, Glucose aus dem Blut aufzunehmen.
Q 21Wie heißt die diabetische Durchblutungsstörung der kleinen arteriellen Blutgefäße?
Mikroangiopathie
Sind dagegen die großen Arterien betroffen, drohen als Folgen eine Schaufensterkrankheit, Herzinfarkt und Schlaganfall.
Q 22Welche Art der Geburt gilt als größtes außergenetisches Einzelrisiko für Typ-1-Diabetes?
Kaiserschnitt
In einer Münchner Langzeitstudie mit 1.650 Kindern aus Risikofamilien war das Erkrankungsrisiko danach mit 4,8 Prozent doppelt so hoch wie nach einer natürlichen Geburt.
Q 23Zwischen welchen Lebensjahren tritt der Typ-1-Diabetes am häufigsten auf?
11. und 13.
Q 14Als Diabetes welchen Typs wird der Schwangerschaftsdiabetes auch bezeichnet?
4
Eine frühe Diagnose ist wichtig, weil zu hohe Blutzuckerwerte zu ernsthaften Erkrankungen des Embryos oder des Fetus führen können.
Q 15Wie heißt die medizinische Fußpflege, die bei schweren Nervenstörungen der Füße angezeigt ist?
Podologie
Verordnet sie der Arzt, übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten. Schon die tägliche Fußinspektion kann Schäden verhindern helfen.
Q 16Bei welchen Tieren lösten Minkowski und von Mering 1889 durch Pankreasentfernung Diabetes aus?
Hunden
Kurz darauf wurden die Inselzellen als hormonproduzierendes Gewebe vermutet. 1894 senkte Eugene Gley den Blutzucker eines solchen Tieres mit einem Pankreasextrakt.
Q 17Wie viel Gramm Kohlenhydrate entsprechen einer Broteinheit (BE)?
12
Die ältere Broteinheit ist kaum noch verbreitet: Das Rechnen damit ist komplexer, und Lebensmittelhersteller müssen sie nicht angeben.
Q 18Wie nennt die Medizin das ständige Durstgefühl, ein typisches Zeichen des Typ-1-Diabetes?
Polydipsie
Charakteristisch ist außerdem eine ausgeprägte Gewichtsabnahme innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen, verbunden mit Austrocknung und häufigem Wasserlassen.
Q 19Wie heißt das gleichzeitige Auftreten von Typ 1 und Typ 2 bei ein und demselben Patienten?
Doppel-Diabetes
Diese Form wird auch hybrider Diabetes genannt. Neuere Arbeiten betonen dabei vor allem die Insulinresistenz und das metabolische Syndrom.
Q 20Welches Land hatte nach dem Stand von 2012 die höchste bekannte Inzidenz des Typ-1-Diabetes?
Finnland
Bei den unter 15-Jährigen nahm die Rate der Neuerkrankungen dort von 1997 bis 2012 nicht weiter zu. Forscher brachten das mit einer Vitamin-D-Anreicherung der Milch in Verbindung.
Deshalb heißt diese Form auch Jugenddiabetes. Sie kann aber in jedem Lebensalter erstmals auftreten, selbst bei einem greisen Menschen.
Q 24Welchen Anteil der Diabetiker betreffen ausgedehnte Nervenschäden wie die Polyneuropathie?
die Hälfte
Zerstört werden vor allem lange und feine periphere Nervenfasern, was oft zu Taubheitsgefühl oder Kribbeln in den Gliedmaßen führt, insbesondere in den Füßen.
Q 25Über welche Organe fördern SGLT-2-Hemmer die Ausscheidung von Glukose?
Nieren
Die Mittel hemmen den Zucker-Rücktransport aus dem Primärharn. Sie können das Herz-Kreislauf-Risiko senken; häufige Nebenwirkungen sind Harnwegs- und Genitalinfektionen.
Q 26Den durchschnittlichen Blutzucker welches Zeitraums zeigt der HbA1c-Wert an?
sechs bis zehn Wochen
Gemessen wird der Anteil des roten Blutfarbstoffs, der mit Glukose verbunden ist. Bei Gesunden liegt er bei etwa 4–6 %.
Q 27Welche Schilddrüsenerkrankung tritt oft begleitend zum Typ-1-Diabetes auf?
Hashimoto-Thyreoiditis
Ebenfalls häufig ist die Zöliakie. Wie beim Typ-1-Diabetes selbst richtet sich dabei das Immunsystem gegen den eigenen Körper.
Q 28Wie viel Prozent der β-Zellen sind zerstört, wenn sich ein Typ-1-Diabetes bemerkbar macht?
80–90
In der Anfangsphase ist möglicherweise noch eine kleine Insulinrestproduktion vorhanden, die sich über das C-Peptid messen lässt.
Q 29Auf welchem Chromosom liegt die MHC-Region, deren Veränderungen Typ-1-Diabetes begünstigen?
6
Die dortigen Gene HLA-A und HLA-B tragen die Erbinformation für Proteine auf der Zelloberfläche, an denen das Immunsystem körpereigene von fremden Zellen unterscheidet.
Q 30Wie nannten Frederick Banting und Charles Best das von ihnen isolierte Insulin?
Isletin
Gewonnen hatten sie es aus dem Pankreas tierischer Feten. Schon 1922 wurde es erfolgreich bei Patienten angewendet, und in Kanada begann die industrielle Herstellung.