Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Impfstoffe gehören zu den wirksamsten Arzneimitteln der Medizingeschichte: Sie bereiten das Immunsystem auf Erreger vor, bevor diese krank machen können. Dieses Quiz führt von den ersten Pockenimpfungen und Edward Jenners Versuch von 1796 über Louis Pasteur bis zu den mRNA-Impfstoffen der Gegenwart. Gefragt wird nach Impfstofftypen, Zusatzstoffen, Verabreichungsformen und den Menschen hinter den großen Entdeckungen.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Was bezeichnete die WHO 2019 als eine der zehn größten Gefahren für die öffentliche Gesundheit?
Impfmüdigkeit
Dazu tragen Sorgen um Nebenwirkungen, die große Zahl unterschiedlicher Impfstoffe pro Patient und Fehlinformationen bei.
Q 02Wie nennt man Impfstoffe mit abgeschwächten, meist noch vermehrungsfähigen Erregern?
Lebendimpfstoffe
Streng genommen ist die Bezeichnung nicht korrekt, denn Viren sind keine Lebewesen – sie hat sich dennoch durchgesetzt.
Q 03Was bedeutet das lateinische Wort „vaccinus“, von dem sich der Begriff Vakzin ableitet?
von Kühen stammend
Der Name erinnert an die Kuhpocken, mit denen die ersten modernen Schutzimpfungen durchgeführt wurden.
Q 04Wie heißt der Bestandteil eines Impfstoffs, der die adaptive Immunantwort hervorruft?
Antigen
Der Begriff geht auf das Englische zurück und bedeutet so viel wie antikörpererzeugend; auf dem Molekül liegen ein oder mehrere Epitope.
Q 05Welche Berufsgruppe galt im 18. Jahrhundert nach überstandenen Kuhpocken als pockenimmun?
Melkerinnen
Beobachter wie Jesty und Plett impften daraufhin im Familien- und Bekanntenkreis erfolgreich mit Kuhpockenlymphe.
Q 06Welcher Forscher untersuchte in den 1870er Jahren Impfstoffe gegen Hühnercholera und Milzbrand?
Louis Pasteur
Durch Zufall bemerkte er 1879, dass eine über Nacht der Luft ausgesetzte Bakterienkultur milder wirkte und dennoch immun machte.
Q 07Auf welchem Weg werden die meisten Impfstoffe verabreicht?
Intramuskulär oder subkutan
Für die Spritze wird ein größerer Muskel gewählt, der das Volumen des Impfstoffs besser aufnehmen kann.
Q 08Wie lange schützt ein Passivimpfstoff aus Antikörpern vor einer Erkrankung?
Wenige Wochen
Aktivimpfstoffe wirken dagegen langfristig, weil sie im Körper des Geimpften Gedächtniszellen entstehen lassen.
Q 09Wie heißt ein wirkungsverstärkender Zusatz, der die nötige Impfstoffdosis senkt?
Adjuvans
Vor allem Totimpfstoffe sind auf solche immunstimulierenden Zusätze angewiesen, meistens auf Aluminiumsalze.
Q 10Wie nennt man einen Kombinationsimpfstoff, der gegen drei Erreger gerichtet ist?
Trivalent
Dieselben Bezeichnungen gelten auch für Impfstoffe, die sich gegen mehrere Sub- oder Serotypen eines einzigen Erregers richten.
Q 11Wofür steht das P im Kombinationsimpfstoff DTP?
Pertussis
Gemeint ist der Keuchhusten; die beiden anderen Buchstaben stehen für Diphtherie und Tetanus.
Q 12Worauf verzichtete Edward Jenner bei seiner Impfmethode, was die Öffentlichkeit begrüßte?
Patentierung
Er befürchtete, dass die Kosten sonst so stark steigen würden, dass sich die ärmere Bevölkerung die Impfung nicht mehr leisten könnte.
Q 13Bis zu welchem Jahr führten weltweite Impfungen zur Ausrottung der Pocken in freier Wildbahn?
1980
Möglich war das, weil humane Pockenviren kein Reservoir in anderen Tierarten haben. Nie zuvor war eine Infektionskrankheit des Menschen weltweit getilgt worden.
Q 21Wie heißt das ringförmige DNA-Molekül, das in DNA-Impfstoffen die Erbinformation trägt?
Plasmid
Es wird unter kontrollierten Bedingungen in ungefährlichen Bakterien hergestellt und kommt ohne Trägervirus aus.
Q 22Was fehlte dem Diphtherieimpfstoff, nach dessen Gabe 1928 zwölf von 21 Kindern starben?
Konservierungsmittel
Die Kinder erlagen einer Staphylokokkeninfektion. Solche Zusätze sollen eine Verunreinigung mit Bakterien oder Pilzen verhindern.
Q 23Wer berichtete 1718 über die Pockenimpfung der Türken und wandte sie bei eigenen Kindern an?
Mary Wortley Montagu
Q 14Was unterscheidet genetische Impfstoffe grundsätzlich von allen anderen Impfstoffen?
Der Körper stellt die Antigene selbst her
Verimpft wird nur ein Teil des Virus-Erbguts als DNA oder RNA, der in den Zellen als Bauplan für Oberflächenproteine dient.
Q 15Was verursacht bei Tetanus und Diphtherie vor allem die Krankheitssymptome?
Toxine
Geimpft wird deshalb mit Toxoiden, also entgifteten Formen dieser Stoffe; sie zählen zu den Totimpfstoffen.
Q 16Wie heißt die absichtliche Infektion mit Pockenerregern, die als früheste Immunisierung gilt?
Variolation
Die Versuche begannen vermutlich schon um 1000 v. Chr. in Indien oder China; der Name leitet sich von der lateinischen Bezeichnung der Pocken ab.
Q 17Wegen welches Bestandteils wird Thiomersal in der EU nicht mehr in Kinderimpfstoffen verwendet?
Quecksilber
Der Verzicht ist eine reine Vorsichtsmaßnahme; in pandemischen Impfstoffen in Mehrdosenbehältnissen wird der Stoff weiterhin eingesetzt.
Q 18Welche vermehrungsunfähigen Viren dienen in Vektor-Impfstoffen beispielsweise als Träger?
Adenoviren
Sie transportieren den Bauplan für bestimmte Proteine des eigentlich zu bekämpfenden Virus in die Zellen.
Q 19Wie hieß der achtjährige Junge, den Edward Jenner 1796 mit Kuhpocken impfte?
James Phipps
Das Material stammte von der Hand der Magd Sarah Nelmes; der Junge entwickelte Symptome und genas vollständig.
Q 20Wie nennt man die Abschwächung von Erregern durch Gewöhnung an neue Umgebungsbedingungen?
Attenuierung
Die Erreger verlieren dabei nicht mehr benötigte Virulenzfaktoren und vermehren sich im ursprünglichen Wirt schlechter.
Im Osmanischen Reich setzte man sich dazu gezielt den Körperflüssigkeiten von leicht Infizierten aus.
Q 24Für Entdeckungen zu welcher Krankheit erhielt Max Theiler 1951 den Medizin-Nobelpreis?
Gelbfieber
Sein 17D-Impfstoff gehört zu den attenuierten Virusimpfstoffen, also zu jenen mit abgeschwächten Virionen.
Q 25Wie heißt die Rückmutation eines abgeschwächten Impfvirus in eine krank machende Form?
Reversion
Das Risiko ist sehr gering; bekannt wurde es durch zirkulierende, vom Schluckimpfstoff abgeleitete Polioviren.
Q 26Aus welchem Jahr stammt die erste gesicherte Dokumentation einer Pockenimpfung in China?
1549
Der Arzt Wan Quan beschrieb in seinem Werk, wie gemahlener Pockenschorf in die Nase der Impflinge geblasen wurde.
Q 27Mit welchem Instrument wird der Pockenimpfstoff in die Haut eingeritzt?
Bifurkationsnadel
Zu den experimentellen Verfahren zählen dagegen Impfpflaster, Genkanonen und sogar essbare transgene Pflanzen.
Q 28Wie viele Milliarden Impfstoffdosen wurden 2019 weltweit etwa verabreicht?
5,5
Reise- und Militärmedizin sind dabei nicht mitgezählt; am häufigsten kamen Impfstoffe gegen Polio, Diphtherie, Tetanus und Masern zum Einsatz.
Q 29Welcher RNA-Impfstoff wurde 2020 als erster seiner Art für den Menschen zugelassen?
Tozinameran
Im Jahr darauf folgte mit ZyCov-D der erste zugelassene DNA-Impfstoff; beide wurden gegen COVID-19 eingesetzt.
Q 30Wie viele Milliarden Euro betrugen 2018 die Ausgaben für Impfstoffe in Deutschland?
1,3
Weltweit entfallen etwa 68 % des Impfstoffmarktes auf Länder mit hohem Einkommen.