Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Die Soziologie erforscht, wie Menschen zusammenleben: ihr Handeln, ihre Normen, ihre Konflikte und den Wandel ganzer Gesellschaften. Als eigene Wissenschaft ist sie ein Kind des 19. Jahrhunderts. Dieses Quiz führt durch Grundbegriffe, Theorieschulen und Klassiker des Fachs, von den Anfängen bis zu Systemtheorie und Kritischer Theorie. Auch W. E. B. Du Bois ist dabei, der als erster Schwarzer Soziologe wissenschaftlich den Durchbruch schaffte.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Wer gab der Soziologie im 19. Jahrhundert ihren Namen?
Auguste Comte
Sein Werk „Système de politique positive“ trägt den Zusatz „Traité de sociologie“ schon im Titel.
Q 02Welche Teildisziplin betreibt im Vorfeld geplanter Gesetze Wirkungs- und Evaluationsforschung?
Rechtssoziologie
Sie hat oft beratende Funktion und kann auch bei „weichen“ Rechtsverhältnissen wie Treu und Glauben für Struktur sorgen.
Q 03Aus welchem Zeitalter ging die Soziologie als systematisch-kritische Wissenschaft hervor?
Aufklärung
Als Sozialwissenschaft nimmt das Fach eine Mittelstellung zwischen Natur- und Geisteswissenschaften ein.
Q 04Welcher Zweig der Soziologie nimmt ganze Gesellschaften als Einheiten zum Ausgangspunkt?
Makrosoziologie
Das Gegenstück setzt beim Handeln und Interagieren der einzelnen Akteure an.
Q 05Was bedeutet das lateinische Wort „socius“, von dem sich der Name der Soziologie ableitet?
Gefährte
Das Fach untersucht entsprechend die Voraussetzungen, Abläufe und Folgen des Zusammenlebens von Menschen.
Q 06Welche Denkschule verbindet man in der Soziologie mit Jürgen Habermas und Axel Honneth?
Kritische Theorie
In ihrer dialektischen Wissenschafts- und Methodenauffassung greift sie auf Hegel, Marx und Freud zurück.
Q 07Mit welchem Prozess des 19. Jahrhunderts ist die Entstehung der Soziologie eng verbunden?
Industrialisierung
Ebenso prägend war die Entwicklung der bürgerlichen Gesellschaft im Europa jener Zeit.
Q 08Welche spezielle Soziologie untersucht sozialräumliche Strukturen zu Planungszwecken?
Stadtsoziologie
Sie wird in einem Atemzug mit der Gemeindesoziologie genannt.
Q 09Welchen Begriff stellt Max Webers verbreitete Definition der Soziologie in den Mittelpunkt?
soziales Handeln
Eine facheinheitliche Definition gibt es nicht; diese ist lediglich besonders verbreitet.
Q 10An welcher Universität wurde W. E. B. Du Bois 1895 als erster Schwarzer promoviert?
Harvard
Seine Dissertation behandelte die Geschichte des Verbots des Sklavenhandels in den USA.
Q 11In welches afrikanische Land siedelte der Soziologe W. E. B. Du Bois 1961 um?
Ghana
Dort war sein Freund Kwame Nkrumah erster Premierminister und später erster Staatspräsident geworden.
Q 12Welcher Soziologe steht für den Strukturfunktionalismus?
Talcott Parsons
In dieser Denkschule wurde vor allem gefragt, was Menschen trennt und verbindet und was für Fortschritt und zugleich Ordnung sorgt.
Q 13Wie werden spezielle Soziologien wie die Familien- oder Arbeitssoziologie informell genannt?
Bindestrichsoziologien
Weil sich auch das Fach selbst immer weiter differenziert, entstehen laufend neue dieser Teilgebiete.
Q 21Wie viele Bände umfasst das 1851–1854 erschienene Werk „Système de politique positive“?
vier
Der vollständige Titel kündigt neben einer Abhandlung zur Soziologie auch eine „Religion der Menschheit“ an.
Q 22Welchen französischen Begriff prägte Émile Durkheim für den „sozialen Tatbestand“?
fait social
Gemeint ist etwas, das außerhalb des individuellen Bewusstseins existiert und zwingenden Charakter hat.
Q 23In welchem Jahr wurde W. E. B. Du Bois Gründungsmitglied der Bürgerrechtsorganisation NAACP?
1909
Anschließend saß er lange im Vorstand und gab die Vereinszeitschrift „The Crisis“ heraus.
Q 14Welcher Soziologe entwickelte bis zur Jahrtausendwende eine „Theorie der Praxis“?
Pierre Bourdieu
Sie bezieht philosophische, ethnologische und ökonomische Theorien ein und wird häufig der Kultursoziologie zugerechnet.
Q 15Wer gilt neben Ferdinand Tönnies und Max Weber als Begründer der deutschsprachigen Soziologie?
Georg Simmel
Als eigenständige Wissenschaft wurde das Fach erst seit Ende des 19. Jahrhunderts anerkannt.
Q 16Wie nennt man in der empirischen Sozialforschung Kombinationen verschiedener Ansätze?
Mixed Methods
Das methodische Instrumentarium gliedert sich sonst in qualitative und quantitative Sozialforschung sowie historische Soziologie.
Q 17Wie heißt das 1903 erschienene Hauptwerk des Soziologen W. E. B. Du Bois?
„The Souls of Black Folk“
Max Weber war davon so beeindruckt, dass er einen Briefaustausch mit dem Autor begann und eine deutsche Übersetzung anregte.
Q 18Wie heißt in der Soziologie der Prozess, der aus Individuen Gesellschaftsmitglieder macht?
Vergesellschaftung
Gesellschaft meint dabei nicht die bloße Anzahl von Individuen, sondern die Beziehungen und Verhältnisse zwischen ihnen.
Q 19Auf welchen Soziologen geht die Figurationssoziologie zurück, die auch Prozesssoziologie heißt?
Norbert Elias
Der Ansatz geht über die Analyse einzelner Akteure hinaus, lehnt aber eine Verdinglichung der Gesamtgesellschaft ab.
Q 20Womit ist „Handeln“ nach Max Weber für den Handelnden verbunden?
Sinn
Als sozial gilt es bei ihm erst, wenn es auf Andere bezogen und an deren Verhalten orientiert ist.
Q 24Was übt ein „sozialer Tatbestand“ nach Émile Durkheim auf den Einzelnen aus?
äußeren Zwang
Solche Handlungsweisen treten in einer Gesellschaft allgemein auf und führen ein von individuellen Äußerungen unabhängiges Eigenleben.
Q 25Die Unterscheidung zwischen welchen beiden Größen begründete den Beginn der Soziologie?
Staat und Gesellschaft
Institutionen wie Familie, Recht oder Erziehung werden heute als Unterkategorien oder Subsysteme des Ganzen begriffen.
Q 26Rund um welchen Soziologen entstand die Kölner Schule der Soziologie?
René König
Ihr Publikationsorgan, die „Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie“, zählt zu den wichtigsten Zeitschriften des Fachs.
Q 27Wer ist ein bekannter Vertreter der Theorie der rationalen Entscheidung in der Soziologie?
Hartmut Esser
Der mikrosoziologische Ansatz führt sogenannte Aggregatphänomene auf die Entscheidungen einzelner Akteure zurück.
Q 28Was machte Ferdinand Tönnies anstelle der Ratio zum Ausgangspunkt sozialen Handelns?
Willen
Diese Haltung heißt Voluntarismus; die Rational-Choice-Vorgehensweise lässt sich dennoch bis zu ihm zurückverfolgen.
Q 29Wer prägte vor allem die Forschungsmethodologie der Objektiven Hermeneutik?
Ulrich Oevermann
Ihre Ursprünge liegen in der Analyse von Interaktionstranskripten des Projekts „Elternhaus und Schule“ in Berlin.
Q 30In welchem Jahr erschien Ogburns Schrift „Social Change“ über den sozialen Wandel?
1922
Mit dem Thema befasst sich das Fach seit seiner Entstehungszeit; in neuerer Zeit steht es im Fokus von Modernisierungstheorien.