Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Ein Tsunami ist eine Abfolge besonders langer Wasserwellen, die ganze Ozeane durchqueren und sich erst an der Küste zu zerstörerischen Flutwellen auftürmen. Meist steckt ein starkes Seebeben dahinter. Dieses Quiz fragt nach Entstehung und Physik der Wellen, nach Warnzeichen, Frühwarnsystemen und richtigem Verhalten. Dazu kommen bekannte Ereignisse: die Katastrophe von 2004, das Tōhoku-Erdbeben 2011 in Japan und Tsunamis auf Seen in der Schweiz, in Island und in Deutschland.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Was bedeutet das japanische Wort „Tsunami“ wörtlich?
Hafenwelle
Im Deutschen sprach man früher von Erdbebenwoge oder Erdbebenfluten; die japanische Bezeichnung setzte sich erst später international durch.
Q 02Welcher Ozean war 2004 Schauplatz des tödlichsten Tsunamis aller Zeiten?
Indischer Ozean
Weltweit bekannt wurde das Naturphänomen schon durch eine Reihe verheerender Tsunamis zwischen 1945 und 1965.
Q 03In welchem japanischen Atomkraftwerk führte ein Tsunami 2011 zu einer partiellen Kernschmelze?
Fukushima
Tsunamischäden werden oft durch Folgen verstärkt, etwa Brände nach gebrochenen Gasleitungen oder ausgelaufener Treibstoff aus gestrandeten Schiffen.
Q 04Welches Schauspiel kündigt an der Küste oft die Ankunft eines Tsunamis an?
Das Meer zieht sich weit zurück
Die Uferlinie kann um mehrere hundert Meter wandern. Wer dann neugierig näher kommt, verschenkt die Minuten für die Flucht auf höheres Gelände.
Q 05Wie sollte man laut Deutschem Geoforschungszentrum an Land vor einem Tsunami fliehen?
Zu Fuß
Autos gelten als riskant, weil in Panik flüchtende Fahrer oft Staus verursachen. Ziel sind möglichst küstenferne, erhöhte Orte.
Q 06Welchen Anteil aller Tsunamis lösen starke Erdbeben unter dem Ozeanboden aus?
90 %
Der Rest geht auf Vulkanausbrüche, untermeerische Erdrutsche und in sehr seltenen Fällen auf Meteoriteneinschläge zurück.
Q 07Wie schnell breitet sich ein Tsunami in einem rund 5.000 m tiefen Ozean aus?
800 km/h
Das entspricht der Reisegeschwindigkeit eines Flugzeugs; vom Wind erzeugte Wellen schaffen dagegen nur 8 bis 100 km/h.
Q 08Wie heißen Tsunamis, die sich nicht im Meer, sondern auf Seen im Landesinneren bilden?
Binnentsunamis
Auslöser sind Erdbeben oder Rutschungen, die die Seefläche erreichen oder sich unterhalb der Wasseroberfläche ereignen.
Q 09Welche Berufsgruppe prägte in Japan den Begriff „Tsunami“?
Fischer
Sie fanden bei der Heimkehr alles verwüstet vor, obwohl sie draußen auf offener See keine Welle gesehen oder gespürt hatten.
Q 10Wie viele Menschen tötete der große Tsunami vom 26. Dezember 2004 mindestens?
231.000
Verheerend war vor allem das große Wasservolumen pro Kilometer Küstenlinie; die Wellen selbst waren mit zumeist wenigen Metern vergleichsweise niedrig.
Q 11Was sollten Schiffe auf offener See bei einer Tsunami-Warnung keinesfalls tun?
In den Hafen einfahren
Empfohlen wird ausreichender Abstand zur Küste: Weit draußen hebt und senkt ein Tsunami den Wasserspiegel nur langsam und um einen geringen Betrag.
Q 12Welcher Anteil aller Tsunamis tritt ungefähr im Pazifik auf?
80 %
Am Pazifischen Feuerring schieben sich tektonische Platten übereinander; ihre Spannungen entladen sich schlagartig in Erd- und Seebeben.
Q 13Welche japanische Hauptinsel verschob das Tōhoku-Erdbeben 2011 um 2,4 Meter nach Osten?
Honshū
Auch die Figurenachse der Erde verlagerte sich bei dem Beben, und zwar um 16 Zentimeter.
Q 21Welcher vom Licht bekannte Effekt lenkt Tsunamis um, wo sich die Meerestiefe ändert?
Brechung
Je nach Unterwassertopographie kann sich ein Tsunami dadurch auf einzelne Küstenbereiche fokussieren, ähnlich der Trichterwirkung eines Fjords.
Q 22Vor der Küste welcher Präfektur lag das Epizentrum des Tōhoku-Erdbebens 2011?
Miyagi
Es lag etwa 370 Kilometer nordöstlich von Tokio und 130 km östlich von Sendai.
Q 23Unter welcher Amplitude gelten Tsunamis nach Erfahrungen aus Japan meist als ungefährlich?
1,5 m
Bei Wellenhöhen über 3 m werden auch Bauten aus Betonblocksteinen meist total zerstört, bei über 4 m steigt die Zahl der Todesopfer drastisch an.
Q 14In welcher Stadt sitzt das Pacific Tsunami Warning Center (PTWC)?
Honolulu
Sein Netz von Sensoren am Meeresboden entstand zwischen 1950 und 1965 und meldet die Messdaten per Satellit an die Zentrale.
Q 15Welche Form haben die Buchten an Japans Sanriku-Küste, die Tsunami-Energie bündeln?
V-förmig
Das einströmende Wasser wird in der sich verjüngenden Bucht von links und rechts zusammengedrückt und weicht nach oben aus, sodass die Wellenhöhe ansteigt.
Q 16Welche solide Bauweise hält Tsunamiwellen von bis zu 5 m Höhe stand?
Stahlbeton
Leichtbauten aus Holz, Blech oder Lehm werden dagegen schon bei Wellenhöhen über 2 m meist total zerstört.
Q 17In welchem Land löste 2014 ein Erdrutsch im Askja-Gebiet 50 m hohe Tsunamis in einem See aus?
Island
Ein rund 1 km breites Stück der Kraterwand hatte sich gelöst; als Auslöser wird starkes Tauwetter vermutet, das den Untergrund destabilisierte.
Q 18Wie lange nach dem Tōhoku-Erdbeben 2011 erreichte der Tsunami das japanische Festland?
20 Minuten
Die Wellen trafen die japanische Pazifikküste auf einer Ausdehnung von 2000 km und bildeten die Haupttodesursache der Katastrophe.
Q 19Zu welcher Wellenart zählt die Physik Tsunamis?
Schwerewellen
Als Rückstellkraft wirkt bei Ozeanwellen die Schwerkraft, die auf eine möglichst horizontale Wasseroberfläche hinarbeitet.
Q 20Welche Momenten-Magnitude gibt der USGS für das Tōhoku-Erdbeben 2011 an?
9,1
Es gilt als stärkstes Beben in Japan seit Beginn der dortigen Erdbebenaufzeichnungen; das Hypozentrum lag in etwa 32 Kilometer Tiefe.
Q 24In welchem Bundesland warf 2009 ein Tsunami ein Ausflugsschiff ans Ufer des Concordiasees?
Sachsen-Anhalt
Auslöser der eher kleinen Welle war ein Bergrutsch in dem gefluteten Tagebausee der Gemeinde Seeland.
Q 25Wie hoch war der Hügel, den Megatsunami-Wellen in der Lituya Bay in Alaska überrollten?
520 m
Heftige Erdbeben hatten Berghänge in den Fjord rutschen lassen und ihn schlagartig zum Überlaufen gebracht.
Q 26Was propagiert das an Japans Sanriku-Küste bekannte Tendenko-Prinzip bei einem Tsunami?
Reine Selbstrettung
So verliert niemand Zeit, wenn das Epizentrum nahe liegt und die Welle schnell eintrifft. Höher gelegener Boden ist dort in der Regel rasch erreichbar.
Q 27Nahe welcher japanischen Insel wurde 1771 eine Tsunami-Rekordhöhe von 85 m gemeldet?
Ishigaki
Berichtet wurde die Höhe am 24. April in flachem Gelände; in einem Fjord kann sich ein Tsunami sogar auf weit über 100 m aufstauen.
Q 28Von welchem Schweizer See ist ein Tsunami aus dem Jahr 1806 bekannt?
Lauerzersee
Vom Vierwaldstättersee sind vergleichbare Ereignisse aus den Jahren 1601 und 1687 überliefert.
Q 29Als Lösungen welcher Gleichung werden Tsunamis mathematisch beschrieben?
Korteweg-de-Vries-Gleichung
Für die Physik genügt das Modell einer idealen Flüssigkeit: reibungsfrei, inkompressibel und wirbelfrei.
Q 30Mit welchem Erdbeben des Jahres 869 wurde das Tōhoku-Erdbeben 2011 verglichen?
Jōgan-Erdbeben
Seine Magnitude wird mit 8,1 bis 8,4 angegeben. Weitere starke Beben in dieser Gegend ereigneten sich 1896 und 1933.