Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Wladimir Iljitsch Lenin führte die Bolschewiki 1917 an die Macht und gilt als Begründer der Sowjetunion. Sein Weg dorthin führte über Verbannung, Jahre im Exil und eine Zugfahrt quer durch Deutschland. Dieses Quiz fragt nach Herkunft und Jugend, nach Decknamen, Schriften und Weggefährten, nach Revolution und Bürgerkrieg, nach Lenins Krankheit und nach dem Kult, der nach seinem Tod um ihn entstand. Die Fragen reichen von leicht bis knifflig – vom Grundwissen bis zu Details für Geschichtskenner.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Auf welchem Platz in Moskau wurde Lenin am 27. Januar 1924 beigesetzt?
Roter Platz
Mit der Beisetzung begann sich ein anhaltender Leninkult zu entwickeln, dessen Maßnahmen seine Witwe eigentlich ablehnte.
Q 02Welchen Familiennamen trug Lenin wie sein Vater Ilja Nikolajewitsch eigentlich?
Uljanow
„Lenin“ war nur ein Kampfname. Der Vater unterrichtete lange Mathematik und Physik und stieg später zum Direktor der Volksschuleinrichtungen in Simbirsk auf.
Q 03In welchem Land verbrachte Lenin die meiste Zeit seines Exils?
Schweiz
Lenin musste mehrmals emigrieren. Im Exil widmete er sich marxistischen Studien und arbeitete an seinen theoretischen Schriften.
Q 04Auf welchen sibirischen Strom soll sich das Pseudonym „Lenin“ einer Erklärung zufolge beziehen?
Lena
Gesichert ist die Herkunft des Namens nicht. Nach Sibirien verbannt zu werden, bedeutete im Russischen Kaiserreich, als anerkannter Oppositioneller zu gelten.
Q 05Welcher Vertraute Lenins organisierte den Aufstand vom 25. Oktober 1917?
Leo Trotzki
Der Aufstand stieß auf wenig Gegenwehr. Über Nacht wurde Lenin als Vorsitzender der neuen Regierung zum Regierungschef Russlands.
Q 06Welche Erkrankung traf Lenin am 25. Mai 1922 schwer, einen Monat nach einer Operation?
Schlaganfall
Mehrere kleinere waren vorausgegangen, zwei weitere schwere folgten. Lenin war danach rechtsseitig gelähmt und konnte nur noch mit Mühe sprechen.
Q 07Welchem Herrscher galt das geplante Attentat, für das Lenins Bruder 1887 hingerichtet wurde?
Alexander III.
Nach der Hinrichtung schloss sich Lenin den marxistischen Sozialdemokraten an und widmete sich der Untergrundarbeit für eine Revolution in Russland.
Q 08An welchem Bahnhof in Petrograd traf Lenin im April 1917 mit einigen Genossen ein?
Finnischer Bahnhof
Gleich nach der Ankunft propagierte er die Revolution zur Machtergreifung der Arbeiter, Bauern und Soldaten – zur Überraschung vieler seiner Anhänger.
Q 09In welchem Spiel wurde der junge Lenin ein guter Spieler?
Schach
Daneben hatte er viele intellektuelle Interessen, darunter Literatur und Altphilologie. Seine Abschlussprüfungen an der Schule bestand er mit Auszeichnung.
Q 10Unter welchem Kurzwort ist die 1919 entstandene Kommunistische Internationale bekannt?
Komintern
Lenin galt trotz vieler offen ausgetragener Meinungsunterschiede als höchste Autorität dieser dritten Internationale.
Q 11Nach welcher Stadt ist das Abkommen benannt, das 1918 Russlands Krieg mit Deutschland beendete?
Brest-Litowsk
Russland musste massive Gebietsverluste hinnehmen. Lenin hatte große Mühe, in der eigenen Partei die Zustimmung zu diesem deutschen Diktat durchzusetzen.
Q 12In welchem Alter starb Lenin am 21. Januar 1924?
53
Die genaue Todesursache blieb der Öffentlichkeit jahrzehntelang verborgen. Genannt werden massive Durchblutungsstörungen.
Q 13Wie hieß der Wirtschaftskurs, den Lenin 1921 gegen große Widerstände in der Partei durchsetzte?
Neue Ökonomische Politik
Der Kurs erlaubte den Bauern in begrenztem Umfang Handel mit ihren Überschüssen. Für Lenin war das nur ein zeitweiliger taktischer Schritt zurück.
Q 21In welchem Münchner Stadtteil lag die Siegfriedstraße 14, in die Lenin 1901 zog?
Schwabing
Lenin lebte in München illegal und unter falschem Namen. Im selben Jahr erschien die von ihm mit herausgegebene Zeitung „Sarja“, deutsch „Morgenröte“.
Q 22In welcher Stadt wurden die Menschewiki 1912 auf einer Parteikonferenz ausgeschlossen?
Prag
Die Menschewiki bildeten daraufhin eine eigene Partei. Lenins Flügel benannte sich erst 1918 in Kommunistische Partei Russlands um.
Q 23In welchem Jahr ersetzte das heutige Lenin-Mausoleum ein Holzgebäude an der Kremlmauer?
1930
Das Politbüro hatte angeordnet, den Leichnam einzubalsamieren und zur Schau zu stellen. Lenin trug zunächst eine Uniform, später einen Anzug.
Q 14In welcher Stadt zog Lenin im Februar 1916 in die Spiegelgasse 14?
Zürich
Seinen Umzugswunsch begründete er damit, die dortige Zentralbibliothek nutzen zu wollen. In der Altstadt vollendete er eine seiner bekanntesten Schriften.
Q 15Wen verhaftete man nach den Schüssen auf Lenin vom 30. August 1918 als Attentäterin?
Fanny Kaplan
Sie wurde nach einem Verhör durch die Tscheka ohne Gerichtsverfahren exekutiert. Lenin erholte sich von den Folgen des Attentats zeit seines Lebens nicht mehr.
Q 16Was nannte Lenin im Titel einer Schrift von 1916 das „höchste Stadium des Kapitalismus“?
Imperialismus
Die zwischen Januar und Juni 1916 entstandene Schrift wurde zur Grundlage einer marxistischen Theorie und der darauf aufbauenden Stamokap-Theorie.
Q 17Was bedeutet der Name der Zeitung „Iskra“, über deren Herausgabe sich Lenin in Genf einigte?
Funke
Partner der Einigung war Georgi Plechanow. Danach ließ sich Lenin illegal bei einem sozialdemokratischen Gastwirt in München nieder.
Q 18An welcher Universität begann Lenin sein Studium der Rechtswissenschaft?
Kasan
In Sankt Petersburg konnte er nicht studieren. Schon im ersten Jahr beteiligte er sich an einem Studentenprotest und wurde von der Universität verwiesen.
Q 19Unter welcher Bezeichnung wurde Lenins Organisationsmodell der Partei später bekannt?
Demokratischer Zentralismus
Lenin entwarf die Partei als geheim agierende, disziplinierte Organisation aus Berufsrevolutionären, die geeint auftreten und die Massen zur Revolution führen sollte.
Q 20Welche Partei gewann die Wahl zur konstituierenden Versammlung vor Lenins Bolschewiki?
Sozialrevolutionäre
Lenins Partei gewann nur rund ein Viertel der Sitze, eine legale Machtübernahme war damit unmöglich. Die Versammlung ließ er gewaltsam auflösen.
Q 24In welches südsibirische Dorf wurde Lenin 1897 für drei Jahre verbannt?
Schuschenskoje
Zuvor hatte er 14 Monate im Untersuchungsgefängnis verbracht, wo er sich in seinem „Studierzimmer“ eine Bibliothek einrichtete.
Q 25Welcher deutsche Hirnforscher untersuchte Lenins Gehirn auf Anzeichen von Genialität?
Oskar Vogt
Das Gehirn wurde dafür in 30.983 in Paraffin fixierte Dünnschnitte aufgeschnitten.
Q 26Welcher Menschewik regte 1917 an, Deutschland um eine Transiterlaubnis zu bitten?
Julius Martow
Lenin selbst hatte zuvor abenteuerliche Pläne entwickelt, um in Verkleidung oder mit einem Flugzeug nach Russland zu gelangen.
Q 27In welcher deutschen Hafenstadt traf Lenins Zug am Abend des 11. April 1917 ein?
Sassnitz
Die Reisenden waren zwei Tage zuvor in zwei D-Zug-Wagen am Grenzübergang Gottmadingen aufgebrochen; 19 von ihnen waren Bolschewiki.
Q 28In welche Stadt wurde Lenins Leichnam 1941 per Sonderzug in einer Geheimaktion ausgelagert?
Tjumen
Der Wachwechsel am leeren Moskauer Mausoleum lief unverändert weiter. Erst seit 1945 ist der Leichnam dort wieder öffentlich zu besichtigen.
Q 29Welcher enge Mitarbeiter Lenins spionierte für die zaristische Geheimpolizei?
Roman Malinowski
Lenin wies den Verdacht in einer parteiinternen Untersuchung zurück – mit Verweis auf die Herkunft des Mannes aus einer Arbeiterfamilie.
Q 30Auf etwa wie viele Mitglieder waren die Bolschewiki zur Zeit der Februarrevolution geschrumpft?
24.000
Die Partei war im Herbst 1914 in die Illegalität gedrängt und von der Ochrana gnadenlos verfolgt worden. Fünf Duma-Abgeordnete wurden nach Sibirien deportiert.