Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Honig ist eines der ältesten Lebensmittel der Menschheit: Schon steinzeitliche Höhlenmalereien zeigen Honigjäger, und lange war er das einzige Süßungsmittel. Dieses Quiz fragt, wie Bienen aus Nektar und Honigtau Honig machen, was in ihm steckt und warum er so lange haltbar ist. Dazu kommen Sorten von Heide- bis Tannenhonig, Imkerwissen und Fragen zu Gesundheit und Lebensmittelrecht. Von leicht bis knifflig ist für Naschkatzen und Hobbyimker etwas dabei.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Welche Form haben die Zellen einer Bienenwabe?
Sechseckig
Die Waben dienen der Aufzucht der Larven und der Lagerung von Honig und Pollen. Das Baumaterial dafür schwitzen die Bienen aus eigenen Drüsen aus.
Q 02Aus welchem Land stammt der Manuka-Honig?
Neuseeland
Gewonnen wird er aus dem Blütennektar des Manukas (Leptospermum scoparium). Spezielle Sorten finden zunehmend Verwendung bei der Wundbehandlung.
Q 03Bis zu welchem Alter sollten Säuglinge laut Robert Koch-Institut keinen Honig bekommen?
Zwölf Monate
Im Honig können Sporen mancher Bakterien überleben, und die Darmflora von Säuglingen ist noch nicht voll entwickelt. Für ältere Kinder und gesunde Erwachsene besteht keine Gefahr mehr.
Q 04Welche Zuckerart überwiegt im Honig meist und macht im Durchschnitt etwa 38 % aus?
Fructose
Dazu kommen im Schnitt rund 30 % Traubenzucker und 15 bis 21 % Wasser. In geringen Mengen stecken auch Mineralstoffe, Enzyme, Aminosäuren und Aromastoffe im Honig.
Q 05Wie beschleunigen Honigbienen im Stock die Verdunstung des Wassers aus dem Nektar?
Fächeln mit den Flügeln
Zuvor breiten die Bienen den Nektar in leeren Wabenzellen aus, die sie nur teilweise füllen – so entsteht eine möglichst große Verdunstungsfläche.
Q 06Mit welchem Verfahren wird seit Beginn des 20. Jahrhunderts der meiste Honig gewonnen?
Schleudern
Dabei treibt die Zentrifugalkraft den Honig aus den zuvor entdeckelten Waben. Seim-, Tropf- und Stampfhonig waren früher weit verbreitet, heute gibt es sie kaum noch.
Q 07Bei der Jagd auf welche Tiere diente Wildbienenhonig früher als Köder?
Bären
Lange war Honig das einzige Süßungsmittel. Australische Felsbilder zeigen, dass Aborigines schon in vorgeschichtlicher Zeit Buschhonig von stachellosen Bienen sammelten.
Q 08Aus den Ausscheidungen welcher Insekten entsteht Waldhonig überwiegend?
Baumläuse
Diese zuckerhaltigen Ausscheidungen heißen Honigtau. Honig daraus ist meist deutlich dunkler als Blütenhonig und bleibt lange flüssig.
Q 09Über welche Temperatur sollte Honig möglichst nicht erwärmt werden?
40 °C
Bei stärkerer Hitze gehen wertvolle Inhaltsstoffe wie Enzyme verloren. Fest gewordener Honig lässt sich im Wasserbad schonend wieder verflüssigen.
Q 10Welcher antike Arzt lehrte um 400 v. Chr., dass Honigsalben Fieber senken?
Hippokrates
Er lehrte außerdem, dass Honigwasser die Leistung der Athleten bei den antiken Olympischen Spielen verbessere.
Q 11Wie lautet der zoologische Name der Westlichen Honigbiene?
Apis mellifera
Im Namen steckt das lateinische „mel“ für Honig, von dem auch die Wörter der modernen romanischen Sprachen abstammen.
Q 12Von welchem Baum stammt der in Deutschland als „Akazienhonig“ verkaufte Honig tatsächlich?
Robinie
Der Baum heißt auch Scheinakazie. Sein Honig schmeckt mild und schwach blumig, ist wasserhell bis hellgelb und bleibt extrem lange flüssig.
Q 13Wo lagern Sammelbienen den aufgenommenen Nektar auf dem Heimflug zwischen?
Honigblase
Das kropfähnliche Organ heißt auch Honigmagen. Schon dort wandeln zugesetzte Enzyme den Pflanzensaft in eine frühe Form von unreifem Honig um.
Q 21Wie hießen die gewerblichen Wildbienenhonig-Sammler in Europa bis ins späte 19. Jahrhundert?
Zeidler
Ihr Wildbienenhonig hieß lateinisch „mel silvestre“. Heute gewinnen vor allem Imker den Honig, die ihre Bienenvölker hegen.
Q 22Mit welchem Messgerät prüfen Imker vor der Ernte den Wassergehalt des Honigs?
Refraktometer
Als reif gilt Honig, wenn die Bienen die Lagerzellen mit einer luftundurchlässigen Wachsschicht überzogen haben – Imker nennen das Verdeckeln.
Q 23Welche Temperatur müssen Honigbienen im Inneren ihrer Wintertraube halten?
27 °C
An der Oberfläche der Traube darf es nicht kälter als 8 °C werden, sonst sterben die Bienen. Als „Brennstoff“ dient ihnen der eingelagerte Honig.
Q 14Die Bekämpfung welcher Milbe hinterlässt in der Imkerei häufig Schadstoffe im Honig?
Varroamilbe
Auch Mittel zur Abtötung von Wachsmotten zählen zu den häufigsten Schadstoffen. Aufgespürt werden solche Rückstände meist mit chromatographischen Verfahren.
Q 15Welcher Krankheitserreger im Honig kann ein Gift freisetzen, das zu Lähmungen führt?
Clostridium botulinum
Seine Sporen können im Honig überleben; in geringen Mengen wurde der Erreger in einzelnen Honigen nachgewiesen. Erkrankungen von Säuglingen durch Honig sind dennoch sehr selten.
Q 16Wie viel Honig verbraucht jeder Mensch in Deutschland im Schnitt pro Jahr?
1 kg
Den Bedarf deckt Deutschland nur zum Teil selbst: 2020 wurden rund 88.000 Tonnen Honig aus 59 Ländern importiert.
Q 17Welcher schottische Likör wird aus Whisky, Kräutern und Heidehonig hergestellt?
Drambuie
Auch anderswo würzt Honig Hochprozentiges: Krupnik ist ein süßer Honig-Wodka-Likör aus Polen und Litauen, Ron miel ein mit Honig verschnittener Rum von den Kanarischen Inseln.
Q 18Mit dem Wert welches Tieres war ein Topf Honig im Alten Ägypten vergleichbar?
Esel
Honig galt dort um 3000 v. Chr. als „Speise der Götter“ und als Quelle der Unsterblichkeit. In Pharaonengräbern fand man ihn als Grabbeigabe.
Q 19Welchen Wassergehalt hat reifer Honig nach dem Trocknen durch die Bienen meist?
18 %
Liegt der Wassergehalt über 20 %, kann Honig gären. Bei Heide- und Rapstracht kommt das vor, weshalb Imker den Wert vor der Ernte lieber nachmessen.
Q 20Wie viele Jahre alt sind die steinzeitlichen Höhlenmalereien, die „Honigjäger“ zeigen?
9000
Honig war zunächst das einzige Süßungsmittel des Menschen. Erst Haushaltszucker aus Zuckerrohr und Zuckerrüben hat ihn in dieser Rolle weitgehend verdrängt.
Q 24Welche chemische Reaktion ist für die gelbe bis braune Farbe von Honig verantwortlich?
Maillard-Reaktion
Dabei reagiert Traubenzucker mit Aminosäuren. Der Vorgang läuft schon bei der Honigreifung ab und kann die Farbe bei langer Lagerung weiter vertiefen.
Q 25Womit wird Honig für medizinische Zwecke vor der Anwendung sterilisiert?
Gammastrahlen
Anders als bei der thermischen Sterilisation bleiben dabei die Enzyme erhalten, die an der Heilwirkung maßgeblich beteiligt sind.
Q 26Welche Enzyme, die Bienen dem Nektar zusetzen, spalten Stärke in kurzkettige Kohlenhydrate?
Amylasen
Die kurzen Ketten zerlegen anschließend Glucosidasen in Einfachzucker. Beide Enzyme stammen aus den Futtersaftdrüsen der Sammelbienen.
Q 27Wie heißt der Pollen, der in einem Honig am häufigsten vorkommt?
Leitpollen
Meist bestimmt er, als welche Sorte ein Honig deklariert wird. Über den tatsächlichen Nektareintrag einer Pflanze sagt seine Menge aber nicht immer etwas aus.
Q 28Wie heißen die Stoffe im Honig, die das Wachstum von Hefen und Bakterien hemmen?
Inhibine
Sie entstehen, während die Stockbienen den Nektar mehrfach umtragen und eindicken. Dabei gelangen auch Säuren und Enzyme aus der Biene in den Nektar.
Q 29Welches Gift kann Pontischen Honig aus der Schwarzmeerregion für Menschen gefährlich machen?
Grayanotoxin
Es stammt aus der Pontischen Azalee. Der seit der Antike bekannte Honig kann Übelkeit, Erbrechen oder Halluzinationen hervorrufen.
Q 30Wie heißt die Analyse des Pollengehalts, mit der die Herkunft eines Honigs bestimmt wird?
Melissopalynologie
Trägt ein Honig eine botanische Herkunftsangabe, muss er zu mehr als 50 % aus dieser Quelle stammen. Geprüft werden dafür auch Geschmack und elektrische Leitfähigkeit.