Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Die Tomate kam im 16. Jahrhundert aus Amerika nach Europa und galt dort lange als giftig. Heute werden weltweit jedes Jahr viele Millionen Tonnen geerntet. Dieses Quiz führt durch Botanik, Geschichte, Anbau und Küche: Woher stammt der Name? Warum gehört die Tomate nicht in den Kühlschrank? Und was hat es mit der Tomatenschlacht in Spanien auf sich?
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Mit welcher eng verwandten Pflanze wird die Tomate zur sogenannten Tomoffel gekreuzt?
Kartoffel
Die Versuche blieben bisher mäßig erfolgreich: Die Pflanzen waren stets zu schwach, um zugleich energiereiche Knollen und genießbare Früchte auszubilden.
Q 02Wo liegt das Ursprungsgebiet der Tomate?
Mittel- und Südamerika
Die Wildformen sind von Nordchile bis Venezuela beheimatet; die größte Vielfalt der Kulturformen findet sich in Mittelamerika.
Q 03Zu welcher Pflanzenfamilie gehört die Tomate?
Nachtschattengewächse
In Österreich und Südtirol heißt die Tomate auch Paradeiser, seltener Paradeisapfel.
Q 04Welche Eigenschaft leidet besonders, wenn Tomaten für lange Transportwege gezüchtet werden?
Geschmack
Viele Sorten sollen den langen Weg aus Süd- und Südwesteuropa überstehen; weitere übliche Zuchtziele sind hoher Ertrag und lange Haltbarkeit.
Q 05Zu etwa wie viel Prozent besteht eine Tomate aus Wasser?
95
Daneben liefert die Frucht unter anderem die Vitamine A, C und E sowie Mineralstoffe, besonders Kalium.
Q 06Was ist die Frucht der Tomate aus botanischer Sicht?
Beere
Die Früchte messen meist 1,5 bis 2,5 cm im Durchmesser, bei kultivierten Pflanzen können sie aber bis zu 10 cm groß werden.
Q 07Als was wurden Tomaten im Europa des 16. und 17. Jahrhunderts vorwiegend genutzt?
Zierpflanzen
Man hielt die Früchte für ungenießbar oder sogar giftig; in den Gärten der Oberschicht galten die seltenen Gewächse als Zeichen von Wohlstand.
Q 08Welcher Farbstoff verleiht reifen Tomaten ihr kräftiges Rot?
Lycopin
Der Name des Carotinoids leitet sich von der lateinischen Bezeichnung der Tomate ab; reife Früchte enthalten 4 bis 5,6 mg davon pro 100 g.
Q 09Zu welcher Gemüsegruppe zählen Tomaten lebensmitteltechnisch?
Fruchtgemüse
Jede Frucht enthält eine Vielzahl von Samen, zwischen denen ein gallertartiges Gewebe liegt.
Q 10Welche Farbe hat die Blütenkrone der Tomatenpflanze?
Gelb
Die fünfeckige Krone misst nur 1 bis 2 cm im Durchmesser; in einigen Kulturformen trägt sie mehr als fünf Zipfel.
Q 11In welcher spanischen Stadt findet jedes Jahr die Tomatenschlacht Tomatina statt?
Buñol
Das Fest gehört zur Stadtfeier und fällt auf den Mittwoch der letzten Augustwoche; die Teilnehmer bewerfen sich mit überreifen Tomaten.
Q 12Was bedeutet der frühe italienische Tomatenname „pomi d’oro“ wörtlich?
Goldene Äpfel
Der Name stammt aus einer Beschreibung von 1554, die erstmals auch Varietäten mit roten Früchten erwähnte.
Q 13Welcher Teil der Tomate verhärtet sich bei ungleichmäßiger Bewässerung?
Schale
Folgt auf eine trockene Phase viel Wasser, ist die Hülle nicht mehr elastisch genug für das Wachstum der Frucht – die Tomaten platzen vermehrt.
Q 21Was ist bei der Tomatina an der Spitze des eingeseiften Baumstamms befestigt?
Schinken
Der Stamm ist etwa 9 Meter hoch; das Klettern beginnt gegen 10 Uhr auf der Plaza del Pueblo, dem Zentrum der Schlacht.
Q 22Welches Gas scheiden Tomaten bei der Lagerung aus, das Obst daneben schneller reifen lässt?
Ethen
Deshalb sollte man Tomaten möglichst getrennt von anderem Obst und Gemüse aufbewahren – sonst verdirbt es in der Folge auch schneller.
Q 23Mit welchem Wasser gezogene Tomaten enthalten neueren Forschungen zufolge mehr Nährstoffe?
verdünntem Meerwasser
Zugleich sinkt der Verbrauch an wertvollem Trinkwasser. Wichtig für eine gute Ernte sind außerdem viel Licht, Wärme und eine gleichmäßige Bewässerung.
Q 14Welche Insekten setzte der Belgier Roland de Jonghe 1985 in einem Tomaten-Treibhaus aus?
Erdhummeln
Der Tierarzt und Hobby-Entomologe stellte fest, dass die Tiere die Pflanzen sehr wirkungsvoll bestäubten – zuvor geschah das arbeitsintensiv mit elektrischen Geräten.
Q 15Aus welcher Sprache stammt das Wort „Tomate“ ursprünglich?
Nahuatl
In der Sprache der Azteken hieß die Frucht xītomatl; ihren heute gebräuchlichen deutschen Namen erhielt sie erst im 19. Jahrhundert.
Q 16Was müssen Teilnehmer der Tomatina laut Reglement mit jeder Tomate vor dem Wurf tun?
in der Hand zerdrücken
So sollen schwerere Blessuren verhindert werden; außerdem sind die Lieferanten angewiesen, nur überreife Früchte bereitzustellen.
Q 17Bei welcher Temperatur lagert man Tomaten am besten?
13 bis 18 °C
Im Kühlschrank verlieren Tomaten deutlich an Aroma, Textur und Haltbarkeit; ideal ist zudem eine relative Luftfeuchte von 80 bis 95 Prozent.
Q 18In welchem Frequenzbereich geben gestresste Tomatenpflanzen Töne von sich?
Ultraschall
Für Menschen sind diese Signale nicht wahrnehmbar; außerdem zeigen die Pflanzen ihren Zustand durch Farbe, Geruch und Form an.
Q 19Wie hieß die erste gentechnisch veränderte Tomate, die in den 1990er Jahren auf den Markt kam?
Flavr-Savr
Lange Haltbarkeit, gute Transportfähigkeit und Fruchtfestigkeit zählen zu den Zielen, die bei der Selektion neuer Sorten im Vordergrund stehen.
Q 20Unter welchem Namen wurden Tomaten minderer, wässriger Qualität lange Zeit verkauft?
Suppentomaten
Um 1900 wurden Tomaten in Deutschland überwiegend im Süden verwendet, vor allem in Saucen, Suppen und Salaten.
Q 24Welcher Stoff macht Kraut und grüne Teile der Tomate schwach giftig?
Tomatidin
Der Verzehr des Krautes oder sehr unreifer Früchte kann Übelkeit und Erbrechen zur Folge haben.
Q 25Wie nennt man Pflanzen wie die Tomate, die erst in der Neuzeit nach Europa eingeführt wurden?
Neophyten
Genau genommen gilt die Tomate nur als temporärer Vertreter dieser Gruppe: In freier Natur ist sie in Europa äußerst selten und nur vorübergehend anzutreffen.
Q 26Welches Lexikon nannte Tomaten in der Küche schon Ende des 18. Jahrhunderts „alltäglich“?
Encyclopædia Britannica
Noch 1719 hielt eine englische Übersetzung eines französischen Botanikbuchs eigens fest, dass die Früchte in Italien gegessen werden.
Q 27Welcher toskanische Großherzog erhielt am 31. Oktober 1548 einen Korb voll Tomaten?
Cosimo di Medici
Mit dieser Lieferung von seinem Landgut begann die Geschichte der Tomate in Italien; zunächst schmückten die Pflanzen dort vor allem die Gärten.
Q 28Wie viele Millionen Tonnen Tomaten wurden 2024 laut FAO weltweit etwa geerntet?
187
Die zehn größten Produzenten kamen zusammen auf 73,8 % der Erntemenge; 1961 lag die weltweite Produktion noch bei rund 28 Millionen Tonnen.
Q 29In welchem Jahr beschrieb Carl von Linné die Tomate erstmals als Solanum lycopersicum?
1753
Die Erstbeschreibung steht in Band 1 des Werks „Species Plantarum“; ehemalige botanische Namen sind etwa Lycopersicon esculentum und Solanum esculentum.
Q 30Für welches Gemüse dienen Tomatenpflanzen als Veredlungsunterlage?
Auberginen
Als Unterlagen dienen Kreuzungen mit Wildtomaten; Tomaten selbst werden meist veredelt, um Nematodenbefall und die Korkwurzelkrankheit zu verhindern.