Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Karotte, Möhre, Mohrrübe, Gelbe Rübe oder Rüebli: Kaum ein Gemüse trägt im deutschen Sprachraum so viele Namen. Botanisch ist sie eine nur in Kultur bekannte Form der Möhre. Dieses Quiz fragt nach Namen und Herkunft, nach Anbau, Schädlingen und Inhaltsstoffen sowie nach der langen Geschichte der Rübe von der Antike bis zur orangefarbenen Sorte. Zum Schluss geht es in die Backstube: zur Schweizer Rüeblitorte mit ihren kleinen Karotten aus Marzipan.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Welche Tiere fressen das Laub der Karotte besonders gerne?
Kaninchen
Auch Menschen können das Karottengrün essen; meist wird aber nur die Rübe roh, gekocht, als Saft oder konserviert verzehrt.
Q 02Welcher Pflanzenteil der Karotte wird fast ausschließlich genutzt?
Pfahlwurzel
Sie verdickt sich im Laufe des Wachstums und dient der Pflanze als Speicherorgan für Reservestoffe.
Q 03Wodurch werden die Blüten der Karotte überwiegend bestäubt?
Insekten
Bei der Karotte überwiegt die Fremdbestäubung; ihre Blütezeit beginnt im Juni.
Q 04In welchem Land überwiegt im Hochdeutschen die Bezeichnung „Karotte“?
Österreich
In der Deutschschweiz sagt man dagegen Rübchen oder mundartlich Rüebli; das Feldrüebli meint dort die gelbe Sorte.
Q 05Zu welcher Pflanzenfamilie gehört die Karotte?
Doldenblütler
Botanisch heißt die Familie Apiaceae; die Karotte selbst ist eine nur in Kultur bekannte Form der Möhre (Daucus carota).
Q 06Wie wird die Karotte im Schwäbischen, Fränkischen und Bairischen oft genannt?
Gelbe Rübe
Im Saarländischen und Pfälzischen wurde daraus Gelleriwe, im Badischen Gelleriebe.
Q 07In welchem Land dürften orangefarbene Karotten entstanden sein?
Niederlande
Als erste Nachweise gelten Gemälde, etwa eine Marktszene in Dordrecht von Nicolaes Maes.
Q 08In welchen Böden wachsen Karotten am besten?
tiefgründige, steinfreie Sandböden
Auch sandige Lehmböden und Löß mit durchlässigem Untergrund eignen sich; der ideale pH-Wert liegt zwischen 6,5 und 7,5.
Q 09In welchem Teil der Karottenrübe stecken die meisten Inhaltsstoffe?
Rinde
Deshalb zielt die Züchtung seit jeher auf einen hohen Anteil dieses Gewebes und einen kleinen, zarten „Holzteil“ im Inneren.
Q 10Aus welcher Sprache stammt das Wort „karōtón“, auf das der Name „Karotte“ zurückgeht?
Griechisch
Über das lateinische carota und das volkslateinische carotta kam das Wort ins Deutsche, ebenso ins Englische, Französische und Italienische.
Q 11Wie heißen Karotten, die mit Laub für den Frischverzehr verkauft werden?
Bundware
Ohne Laub gehen sie dagegen in den Frischverkauf, ins Lager oder in die Industrie; üblich sind auch Namen wie Wasch- und Bündelmöhren.
Q 12Welche Wurzelform haben die Sorten, die in ganz Deutschland „Karotten“ heißen?
kugelförmig
Sonst überwiegt in Nord-, West- und Ostdeutschland das Wort Möhre, während man im Süden junge Rüben Karotten nennt.
Q 13Mit welchem Gemüse ist die Karotte in römischen Texten oft kaum auseinanderzuhalten?
Pastinake
Die römischen Autoren verwendeten vielfältige Bezeichnungen; auch die Kretische Augenwurz und andere Umbelliferen kommen in Frage.
Q 21Wie heißt der Kältereiz, der Karotten schon im ersten Jahr zur Blüte bringen kann?
Vernalisation
Dafür genügen Temperaturen von 1 bis 10 °C nach der Jugendphase der Pflanze.
Q 22Welcher antike Autor nannte die Wilde Möhre um 60 n. Chr. „staphylinos“?
Dioskurides
Er beschrieb sie als Arzneipflanze, etwa gegen Geschwüre und Ödeme, und hielt sie für wirksamer als die im Garten gezogenen Pflanzen.
Q 23Welcher Gelehrte des 13. Jahrhunderts lieferte die älteste eindeutige Beschreibung der Möhre?
Albertus Magnus
Er nannte die Pflanze daucus und erwähnte ihr typisches Merkmal, die dunklere Mittelblüte.
Q 14Zu welchem Zweck wird die sonst einjährig angebaute Karotte zwei Jahre lang kultiviert?
Samengewinnung
Erst im zweiten Jahr streckt sich die Sprossachse, die Blattrosette löst sich auf und ein verzweigter Blütenstängel entsteht.
Q 15Aus welchem Land stammen die Ursprungssippen der gelben und rotvioletten Karotten?
Afghanistan
Die weißen Formen kommen dagegen aus dem Mittelmeergebiet; die Kulturform entstand wohl durch Kreuzung aller drei.
Q 16In welches europäische Land gelangten Möhren aus dem heutigen Iran im 12. Jahrhundert zuerst?
Spanien
Von dort wanderten die rotvioletten und gelben Rüben weiter nach Italien.
Q 17Welche Farbstoffe prägen neben Carotinoiden und Chlorophyll die Färbung von Karotten?
Anthocyane
Je nach Sorte, Kulturbedingungen und Witterung fällt die Rübe hell- oder dunkelrot, orangefarben, weiß oder violett aus.
Q 18Welcher Stoff macht Karotten neben ätherischen Ölen leicht stopfend?
Pektin
Deshalb werden Karotten auch bei Verdauungsstörungen von Kleinkindern eingesetzt; im Schnitt macht der Stoff 1,4 % ihres Gewichts aus.
Q 19In welcher Sprache heißt die Karotte auch „Wuttel“?
Saterfriesisch
Der Name klingt verwandt mit dem norddeutschen Marktwort für das Gemüse und mit dem niederländischen wortel.
Q 20Wie viele Millionen Tonnen Karotten und Speiserüben wurden 2024 weltweit rund geerntet?
45
Die Zahl stammt von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen; die zehn größten Produzenten ernteten zusammen 71,7 % der Menge.
Q 24Wie hießen die langen orangefarbenen Karotten des 18. Jahrhunderts in Deutschland?
Brunswicker
Die zweite Gruppe bildeten kleinere, intensiv orange gefärbte Hornmöhren.
Q 25Wie viele Tage dauert die Entwicklung der Karotten beim Spätmöhrenanbau?
170 bis 220
Frühmöhren sind dagegen schon nach 70 bis 90 Tagen erntereif, Sommermöhren nach 110 bis 135 Tagen.
Q 26Welcher Schädling lässt Karotten in warmen Sommern kurz und verzweigt wachsen?
Wurzelgallenälchen
Luzerne und Rot-Klee gelten als Wirte dieser Tiere und scheiden deshalb als Vorfrüchte für Karotten aus.
Q 27Welchen deutschen Namen trägt der Pilz Rhizoctonia crocorum, der Karotten faulen lässt?
Violetter Wurzeltöter
Der Pilz überzieht den unteren Teil der Rübe mit einem violetten Myzel, die befallenen Stellen verfaulen.
Q 28Welchen Effekt nutzt die Hybridzüchtung bei Karotten für einheitlichere Wurzeln?
Heterosis
Hybridsaatgut lässt sich nicht selbst nachziehen: Bauern und Gärtner müssen es für jede Aussaat neu von Saatgutherstellern kaufen.
Q 29Mit welchem Beiwort bezeichnete Joachim Camerarius die Carota im Jahr 1586?
welsch
Vermutlich handelte es sich um eine Zuchtform, die noch nicht lange aus Frankreich oder Italien nach Deutschland gelangt war.
Q 30Wie viele Chromosomen (2n) hat die Karotte?
18
Als Unterart der Wilden Möhre wurde die Karotte von Gustav Schübler und Georg von Martens erstbeschrieben.